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Aktion "Weiße Kreuze" soll Autofahrer mahnen

DI Peter Felber, Mag. Kristina Edlinger-Ploder, Gerhard Draxler (v. l.) © PK281009
DI Peter Felber, Mag. Kristina Edlinger-Ploder, Gerhard Draxler (v. l.)
© PK281009

„Jeder Verkehrstote ist einer zu viel!" Unter diesem Leitsatz fanden in den vergangenen Jahren unzählige Aktionen im Rahmen der allgemeinen Verkehrssicherheit statt. Rückläufige Unfallzahlen geben all diesen Maßnahmen recht, aber gleichzeitig auch den künftigen Auftrag für weitere aktive Sicherheitsarbeit.
Das Land Steiermark wird zusammen mit dem Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) auch dieses Jahr wieder die Aktion „Weiße Kreuze" starten: Mit Hilfe von weißen Kreuzen wird die Zahl der Verkehrstoten in der Steiermark visualisiert. Die Mitarbeiter des steirischen Straßenerhaltungsdienstes stellen seit gestern auf steirischen Freilandstraßen insgesamt 1.273 Kreuze auf. 1.273 Menschen sind auf diesen Straßen in den letzten 15 Jahren ums Leben gekommen. So werden diese weißen Kreuze die Autofahrer mahnen: "Du sollst nicht töten!"

„DU SOLLST NICHT TÖTEN! Lebe deine Verantwortung!"

Das ist auch der Titel eines Verkehrsspots, der gleichzeitig diese Initiative umrahmen soll, um die Bewusstseinswirkung für größere Sicherheit im Straßenverkehr deutlich zu erhöhen. Das Land Steiermark, das Kuratorium für Verkehrssicherheit und der ORF Steiermark präsentieren den neuen Verkehrssicherheitsspot von Regisseur Max Zähle - der Fernsehtrailer wird zwischen 28. Oktober und Mitte Dezember 28 mal vor der Sendung „Steiermark heute" zu sehen sein.
 
Bewusstseinsbildung im Straßenverkehr

Die Statistik zeigt, dass in den letzten Jahren insgesamt 77 Prozent der getöteten Verkehrsteilnehmer auf Freilandstraßen verunfallten. 23 Prozent verunglückten im Ortsgebiet tödlich. Analysiert man die tödlichen Unfälle detaillierter, so zeigt das Ergebnis, dass insgesamt 66 Prozent der getöteten Verkehrsteilnehmer ihren Wohnsitz im Bezirk und immerhin noch 21 Prozent im angrenzenden Bezirk hatten. Die Strecken sind bekannt und das regelmäßige Benutzen der Straßen lässt viele Verkehrssteilnehmer unaufmerksam werden. Die Aktion zeigt, dass auch auf vertrauten Strecken bereits viel passiert ist.
40 Prozent der tödlich verunglückten Verkehrsteilnehmer starben aufgrund eines Alleinunfalls. Ursache für derartige Unglücke sind hauptsächlich Fahrfehler infolge überhöhter Geschwindigkeit. Die Tendenz dazu wird durch Unaufmerksamkeit, Ermüdung und Alkohol verstärkt. Diese Zahlen demonstrieren deutlich die Dringlichkeit und den Bedarf an gezielter Bewusstseinsbildung im Straßenverkehr.
Die Steiermark konnte 2004 als erstes österreichisches Bundesland ein eigenes regionales Verkehrssicherheitsprogramm präsentieren. Seit nunmehr sechs Jahren wird mit einer Arbeitsgruppe, deren Teilnehmer die Schlüsselkräfte der steirischen Verkehrssicherheitsarbeit darstellen, kontinuierlich und engagiert an der Umsetzung der Maßnahmen gearbeitet.
Die Verkehrssicherheitsaktion „Weiße Kreuze" sowie der TV-Spot „DU SOLLST NICHT TÖTEN! Lebe deine Verantwortung!" sollen berühren und zu Diskussionen anregen. Das Schwergewicht der Maßnahmen liegt im Bereich der Bewusstseinsbildung - in der Bewusstmachung von Verantwortung, die jeder einzelne hat: LEBE DEINE VERANTWORTUNG!

Mag. Kristina EDLINGER-PLODER, Landesrätin für Wissenschaft und Forschung, Verkehr und Technik:

„Die Steiermark war mit dem Steirischen Verkehrssicherheitsprogramm bereits im Jahre 2004 österreichweit Vorreiter im Bereich der Verkehrssicherheitsarbeit. Zahlreiche Projekte und Initiativen konnten in den vergangenen Jahren realisiert werden und die Wirksamkeit dieser Maßnahmen bestätigt sich durch rückläufige Verkehrsunfallzahlen. Dennoch muss die Verkehrssicherheit Angelegenheit aller werden. ‚Man muss den Verkehr gefährlicher machen, damit er sicherer wird‘, lautete ein treffendes Zitat von shared-space Begründer Hans Monderman. Wir möchten die Bewusstseinswirkung Verkehr = Verantwortung mit dieser aktuellen gemeinsamen Aktion der weißen Kreuze in Kombination mit dem TV-Spot stärker hervorheben. Ich möchte bei dieser Gelegenheit auch allen Experten, Entscheidungsträgern der steirischen Landesverwaltung, Landespolizeikommandos und nicht zuletzt dem Kuratorium für Verkehrssicherheit, sowie der Forschungsgesellschaft Mobilität, für ihren Einsatz danken und hoffe, dass diese Arbeit zu einer weiteren Senkung der Unfallzahlen in der Steiermark beiträgt. Jede Maßnahme, die Unfälle verhindern kann, ist für alle Beteiligten die beste Motivation, nicht locker zu lassen."

DI Peter FELBER, Leiter der Landesstelle Steiermark im Kuratorium für Verkehrssicherheit:

„So manche Fahrzeuglenker betrachten Geschwindigkeits-begrenzungen nicht als gesetzliche Vorgabe, sondern als Richtgröße. Sie entscheiden selbst, welche Geschwindigkeit angemessen ist und gefährden so nicht nur sich, sondern auch andere Autofahrer, aber vor allem ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Fußgänger und Radfahrer. Vielen Autofahrern ist leider noch immer nicht bewusst, dass gerade auf Landstraßen und im Ortsgebiet die Wahrscheinlichkeit viel höher ist, durch den eigenen Temporausch auch einen Unschuldigen mit ins Unglück zu reißen."

Landesdirektor Gerhard DRAXLER, ORF Steiermark:

„‚Du sollst nicht töten! Lebe deine Verantwortung!‘ ist ein TV-Trailer, der unter die Haut geht und erinnert, wie hoch die Verantwortung jedes einzelnen Verkehrsteilnehmers ist. Es gelingt damit ohne viele Worte zu sensibilisieren und zum Nachdenken anzuregen. Dem ORF Steiermark ist es ein großes Anliegen, sich für die gezielte Bewusstseinsarbeit zur Sicherheitserhöhung im Straßenverkehr einzusetzen. Mit dem neuen TV-Spot möchten wir wieder auf außergewöhnliche mediale Weise zu verantwortungsvollem Handeln und gegenseitiger Rücksichtnahme aufrufen! In Verknüpfung mit der landesweiten Aktion ‚Weiße Kreuze‘ des Kuratorium für Verkehrssicherheit entsteht so eine Kampagne, die alle Steirerinnen und Steirer berührt."

 

Externe Verknüpfung TV-Spot „DU SOLLST NICHT TÖTEN! Lebe deine Verantwortung!"

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