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Arbeitsgruppe `ZUKUNFT MURTALBAHN´: Erste Ergebnisse wurden präsentiert!

Im Oktober 2014 feierte die Murtalbahn 120 Jahre, jetzt werden die Weichen für die Zukunft gestellt. © stlb
Im Oktober 2014 feierte die Murtalbahn 120 Jahre, jetzt werden die Weichen für die Zukunft gestellt.
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Nach einem umfassenden Sondierungsprozess wurden nun der Politik erste Ergebnisse vorgestellt und die weitere Vorgehensweise fixiert.

 

Um die Murtalbahn für die verkehrlichen Herausforderungen nach dem Start der Koralmbahn fit zu machen und somit nachhaltig abzusichern, ist im Auftrag von Verkehrslandesrat Anton Lang eine Arbeitsgruppe bestehend aus ExpertInnen der Regionen Murau und Lungau, des Landes Steiermark und der Steiermärkischen Landesbahnen eingerichtet worden. Sie ist beauftragt, für unterschiedliche Handlungsfelder zukunftsfähige Maßnahmenpakete zu erarbeiten. Im Gesamtkontext der Murtalbahn spielt nicht nur das oft diskutierte Thema Infrastruktur (Fahrweg und Traktion) eine Rolle, ebenso wichtig sind der Fahrplan, die Fahrzeuge, ferner auch die Bahnhöfe und Haltestellen, die noch große Potenziale für Qualitätsverbesserungen aufweisen sowie ein modernes Marketing- und Kommunikationskonzept.   Im Rahmen dieses umfangreichen, moderierten Prozesses sind nun einer politisch besetzten Steuerungsgruppe erste Arbeitsergebnisse präsentiert worden. Klare Empfehlung an diese Gruppe war das einhellige Bekenntnis zur Zukunft der Murtalbahn, eingebettet in den künftigen österreichweiten, integrierten Taktfahrplan. Dabei soll die neue Murtalbahn den Knoten Unzmarkt zur halben und den Knoten Murau zur vollen Stunde erreichen.

Die Vorteile dieser Fahrplanvariante sind die direkte Anbindung von Unzmarkt sowohl Richtung Aichfeld/Leoben/Bruck an der Mur als auch Klagenfurt und die Beibehaltung des bereits jetzt sehr gut etablierten Knotens Murau mit optimalen Anschlüssen in alle Seitentäler.

Die nächsten Schritte bei den Untersuchungen sind nun die Prüfung, ob und wie die benötigten 30-Minuten-Fahrzeiten zwischen Unzmarkt und Murau erreicht werden können. Als Möglichkeiten zur Beschleunigung werden - ergebnisoffen - das Auflassen bzw. das Sichern von Eisenbahnkreuzungen, die Haltepolitik, eine neue Fahrzeuggeneration inklusive angepasster zukunftsfähiger Traktionsart sowie Linienverbesserungen mit und ohne Adaptierungen der Spurweite betrachtet.

Daneben hat die Steuerungsgruppe grünes Licht für einige weitere Untersuchungen externer ExpertInnen gegeben: Die Modellierung eines umfassenden Verkehrsmodells wird die künftigen Fahrgastpotenziale der Region abschätzen, ein Planungsauftrag erarbeitet ein praxisnahes Handbuch zur Attraktivierung der Bahnhöfe hin zu modernen, multimodalen Schnittstellen.

Eine weitere Untersuchung soll für die Murtalbahn ein touristisches Leitbild entwickeln. Dieses soll besonderen Wert darauf legen, dass die Murtalbahn selbst, die Bahnhöfe als neue Öffi-Hotspots der Region und auch die Erlebnisräume zwischen den Knoten mit lebendigen Aktivitäten befüllt und bestehende Lücken geschlossen werden (z. B. touristischer Radverkehr von/zu Knoten).

"Diese weiteren Untersuchungen sollen bis zum Sommer 2018 abgeschlossen sein. Dann werden für die Steuerungsgruppe weitere Empfehlungen zur Zukunft der neuen Murtalbahn beschlussreif aufbereitet sein", heißt es aus dem Büro von Verkehrslandesrat Lang.

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