Link zur Startseite

EU-Mobilitätsforum "STRIA" in Graz

Eröffneten heute die zweitägige Konferenz im Kunsthaus: Wolfgang Feigl/Land Steiermark Abt. 16, Bgm. Siegfried Nagl, Henriette van Eijl/EU-Kommission Generaldirektion Mobilität und Transport (Organisator der Konferenz), Robert Missen (EU-COM - Head of Unit - siehe zuvor), Stadtbaudirektor Bertram Werle, Landesbaudirektor Andreas Tropper, Christian Nußmüller (Stadt Graz/EU-Referat, v.l.). © Stadt Graz/Fischer
Eröffneten heute die zweitägige Konferenz im Kunsthaus: Wolfgang Feigl/Land Steiermark Abt. 16, Bgm. Siegfried Nagl, Henriette van Eijl/EU-Kommission Generaldirektion Mobilität und Transport (Organisator der Konferenz), Robert Missen (EU-COM - Head of Unit - siehe zuvor), Stadtbaudirektor Bertram Werle, Landesbaudirektor Andreas Tropper, Christian Nußmüller (Stadt Graz/EU-Referat, v.l.).
© Stadt Graz/Fischer

Die Europäische Kommission (Generaldirektion Mobilität und Verkehr) organisiert mit Unterstützung von Stadt Graz, Land Steiermark und Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie eine Expertenkonferenz zur Erarbeitung einer Strategie für eine zukunftsfähige Mobilität in Europas Städten.

Innovationen brauchen verrückte Ideen
„Innovationen brauchen verrückte Ideen", ist Bürgermeister Siegfried Nagl überzeugt und auch, dass ohne Mut und Innovationsgeist das Rad bestimmt nie erfunden worden wäre. Kutschenfahrer im 19. Jahrhundert waren bestimmt nicht begeistert, als sie sich damals mit dem aufkommenden Automobil konfrontiert sahen. Manche mögen heute wohl ähnlich in Zusammenhang mit alternativen Antriebstechnologien, wie Hybridantrieb oder Elektromobilität denken. Heute braucht es daher wieder diesen Mut, diesen Innovationsgeist und vielleicht auch eine Portion Verrücktheit, um den künftigen Herausforderungen der Mobilität in unseren Städten die passende Antwort liefern zu können. Graz war diesbezüglich schon 2003 Startpunkt der EU-Initiative CIVITAS, mit der die Europäische Kommission einen Thinktank und gleichzeitig ein Experimentierlabor ins Leben rief, das sich seitdem mit nachhaltiger urbaner Mobilität und lebenswerten Städten beschäftigt. Die Stadt Graz konnte seither ihrer Tradition im Bereich nachhaltiger Mobilitätsvorhaben durchaus gerecht werden und mit der Umsetzung zahlreicher europäischer und nationaler Förderprojekte kontinuierlich innovative und nachhaltige Mobilitätsvorhaben verwirklichen.

Graz geht den Weg nicht alleine
2018 wurde von Verkehrsminister Norbert Hofer und Finanz- und Verkehrslandesrat Anton Lang finanzielle Unterstützung für den Öffi-Ausbau in Graz zugesichert. Der Ausbau des Straßenbahnnetzes und die Verknüpfung des interregionalen Schienenverkehrs mit Stadtlinien sind derzeit die Hauptaktivitäten der Stadt Graz. Der öffentliche Verkehr muss zuerst schnell, umweltfreundlich und günstig sein, um mit dem Individualverkehr erfolgreich zu konkurrieren.

Basierend auf der Smart-City-Graz-Strategie für eine nutzerzentrierte interdisziplinäre Stadtentwicklung wurde auch ein urbanes Mobilitätslabor gegründet, um die Stadt zu unterstützen, systemische Mobilitätslösungen in Kombination mit E-Mobility und anderen nachhaltigen Mobilitätslösungen voranzutreiben.  

Gegenwärtig konzentriert sich Graz auf eine autoreduzierte Stadtentwicklung in den Smart-City- Entwicklungsgebieten im Westen. Weiters wird aktuell an einer nachhaltigen Lösung, für den städtischen Gütertransport (stetiges Wachstum des Online-Handels) und der Weiterentwicklung der Angebote, die Mobilität als Dienstleistung sehen, gearbeitet.

In diesen Bereichen profitiert Graz sehr von europäischen, aber auch österreichischen Förderinitiativen, die vom EU-Referat der Stadtbaudirektion initiiert, koordiniert und umgesetzt werden, um diese für einen kontinuierlichen Wissensaufbau und Pilotunsetzungen auf lokaler Ebene zu nutzen.

Der Verkehr kennt keine Stadtgrenze
Dass für diese hochkarätige besetzte Experten-Konferenz gerade die Steiermark ausgewählt wurde, sieht Landesrat Lang einerseits dem exzellenten Ruf der steirischen Universitäten und Fachhochschulen im Verkehrsbereich geschuldet, andererseits gibt es mit der vom Land Steiermark gestarteten Radinitiative „GO", dem S-Bahn-Angebot und den, dank Unterstützung des EFRE (dem Europäischen Fond für regionale Entwicklung) auch demnächst im gesamten Steirischen Zentralraum angebotenen, multimodalen TIM-Knoten, aus europäischer Sicht innovative, urbane Entwicklungen in Graz und der Steiermark. Vor allem im schnell wachsenden Grazer Ballungsraum erkennt man rasch, dass nur durch die Schaffung von attraktiven, umweltfreundlichen und innovativen Mobilitätsangeboten ein weiterer Umstieg auf alternative Verkehrsträger erfolgt.

"Graz-Papier"
Unter der Österreichischen Ratspräsidentschaft findet von 26. bis 27. November ein von der EU-Kommission organisiertes Mobilitätsforum statt, bei dem Graz wieder einmal zum Mittelpunkt der europäischen Mobilitätszukunft wird. Mehr als 100 internationale VerkehrsexpertInnen aus allen Bereichen erarbeiten dabei in zahlreichen Workshops und Diskussionsformaten gemeinsam ein Strategiepapier zur zukunftsfähigen Mobilität in Europas Städten. Dieses „Graz Papier" wird das Fundament bilden, auf dem in Zukunft in Europas Städten umweltfreundliche und saubere Mobilitätsvorhaben entwickelt und umgesetzt werden sollen.

Externe Verknüpfung STRIA-Konferenz

26. November 2018

 

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).