Header Downloads

VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark für multimodalen Knoten Trofaiach

ÖBB-Regionalmanager Peter Wallis, LH-Stv. Anton Lang und VCÖ-Experte Michael Schwendinger (v.l.) gratulierten dem Trofaicher Bgm. Mario Abl (2.v.l.) zum VCÖ-Mobilitätspreis. © Land Steiermark/Streibl
ÖBB-Regionalmanager Peter Wallis, LH-Stv. Anton Lang und VCÖ-Experte Michael Schwendinger (v.l.) gratulierten dem Trofaicher Bgm. Mario Abl (2.v.l.) zum VCÖ-Mobilitätspreis.
© Land Steiermark/Streibl
ÖBB-Regionalmanager Peter Wallis, LH-Stv. Anton Lang und VCÖ-Experte Michael Schwendinger (v.l.) gratulierten Fritz Bernhard von der Verkehrsabteilung des Landes Steiermark (2.v.l.) zum VCÖ-Mobilitätspreis für die Entwicklung des ersten österreichischen Radschnellnetzes im Großraum Graz. © Land Steiermark/Streibl
ÖBB-Regionalmanager Peter Wallis, LH-Stv. Anton Lang und VCÖ-Experte Michael Schwendinger (v.l.) gratulierten Fritz Bernhard von der Verkehrsabteilung des Landes Steiermark (2.v.l.) zum VCÖ-Mobilitätspreis für die Entwicklung des ersten österreichischen Radschnellnetzes im Großraum Graz.
© Land Steiermark/Streibl
ÖBB-Regionalmanager Peter Wallis, LH-Stv. Anton Lang und VCÖ-Experte Michael Schwendinger (v.l.) gratulierten Firmenchef Ferdinand Köberl (2.v.l.) zum VCÖ-Mobilitätspreis für das Projekt "Gredlbauer on Tour".  © Land Steiermark/Streibl
ÖBB-Regionalmanager Peter Wallis, LH-Stv. Anton Lang und VCÖ-Experte Michael Schwendinger (v.l.) gratulierten Firmenchef Ferdinand Köberl (2.v.l.) zum VCÖ-Mobilitätspreis für das Projekt "Gredlbauer on Tour".
© Land Steiermark/Streibl

Der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark stand unter dem Motto „Verkehr auf Klimakurs bringen". Der multimodale Knoten Trofaiach wurde heute (8.9.2020) im Medienzentrum Steiermark in Graz von Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Lang, VCÖ und ÖBB mit dem VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark ausgezeichnet. Als vorbildliches Projekt wurde der Biobetrieb Gredlbauer für die Zustellung von Bio-Lebensmitteln mit dem Lastenrad sowie Österreichs erstes Radschnellwegenetz im Großraum Graz ausgezeichnet. Der Verkehr ist in Österreich und auch in der Steiermark jener Sektor, dessen CO2-Emissionen seit dem Jahr 1990 am stärksten gestiegen sind. Für rund 3,6 Millionen Tonnen pro Jahr war zuletzt der Verkehr in der Steiermark verantwortlich. Der CO2-Ausstoß des Verkehrs ist seit dem Jahr 1990 um rund 75 Prozent gestiegen, macht der VCÖ aufmerksam. Im Jahr 1990 hatten Verkehr und Gebäudesektor fast gleich hohe CO2-Emissionen, zuletzt waren die Emissionen des Verkehrs viermal so hoch wie jene des Gebäudesektors. Deshalb stand der diesjährige VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark unter dem Motto „Verkehr auf Klimakurs bringen". Der VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark wird vom VCÖ in Kooperation mit dem Land Steiermark und den ÖBB durchgeführt sowie vom Verkehrsverbund Steiermark und der Holding Graz unterstützt. 

„Den Verkehr auch bei uns in der Steiermark noch mehr auf Klimakurs zu bringen, hat für uns im Verkehrsressort des Landes oberste Priorität. Um die Klimaziele erreichen zu können, müssen wir jedes vorhandene Klimaschutz-Potenzial nutzen. Die tollen Projekte, die wir heute beim VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark 2020 auszeichnen dürfen, zeigen einmal mehr, welch großes Potential in den innovativen Köpfen unseres Bundeslandes steckt. Sämtliche Preisträgerinnen und Preisträger haben das diesjährige Motto ‚Den Verkehr auf Klimakurs bringen' mit ihren Projekten perfekt in die Realität umgesetzt und damit wesentliche Beiträge dafür geleistet, dass unser Bundesland seine Klimaziele erreichen kann. Herzliche Gratulation allen Gewinnerinnen und Gewinnern", so Verkehrslandesrat LH-Stv. Anton Lang

Die Verlagerung von Autofahrten auf den Öffentlichen Verkehr ist zentral, um die Treibhausgas-Emissionen des Verkehrs deutlich zu reduzieren. Wer 1000 Kilometer mit einem Diesel- oder Benzin-Pkw fährt, verursacht in der Gesamtbilanz im Schnitt 217 Kilogramm CO2, wie Daten des Umweltbundesamts zeigen. Wer stattdessen 1000 Kilometer mit dem Linienbus fährt, reduziert das Gewicht des CO2-Rucksacks auf 55 Kilogramm, das ist eine Reduktion um 75 Prozent. Wer 1000 Kilometer mit der Bahn statt mit dem Auto fährt, verringert das Gewicht des CO2-Rucksacks auf acht Kilogramm, eine Reduktion um beeindruckende 96 Prozent, macht der VCÖ aufmerksam.

Die Zukunft der Mobilität ist multimodal
Den Autoverkehr reduzieren und mehr Menschen zum Umstieg auf Öffentlichen Verkehr und das Fahrrad motivieren, ist das Ziel der Stadtgemeinde Trofaiach. Dafür wurde ein neuer Busterminal als multimodaler Knoten geschaffen. Die Anzahl der Busverbindungen wurde erhöht, nach Leoben gibt es nun einen Viertelstunden-Takt. Auch das Angebot am Wochenende und am Abend wurde verbessert. Der Citybus fährt seit Anfang des Jahres statt mit Diesel emissionsfrei mit Strom. Zudem wurde ein umfassendes Radverkehrskonzept erstellt, das sukzessive umgesetzt wird. Die geplante Gesamtlänge beträgt fast 32 Kilometer. Es wurde der Grundsatz verankert, dass künftig bei allen relevanten Planungen der Radverkehr mit zu berücksichtigen und neue Flächen für den Radverkehr nicht auf Kosten des Platzes von Fußgängerinnen und Fußgängern gehen darf. Das Gesamtkonzept hat die Fachjury beim VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark überzeugt. Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang, VCÖ-Experte Michael Schwendinger und ÖBB-Regionalmanager Peter Wallis überreichten den VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark an Bürgermeister Mario Abl.

ÖBB-Regionalmanager Peter Wallis gratuliert und betont: „Die Auswirkungen der Corona-Krise waren und sind für alle spürbar. Die Bedeutung von Bewegung, Mobilität und digitale Mobilität hat gerade dadurch eine bis jetzt noch nie dagewesene Bedeutung bekommen. Umso wichtiger sind nun Projekte um den Verkehr der Zukunft klimafreundlicher und gesünder zu gestalten. Darum gratuliere ich allen Preisträgern zum VCÖ-Mobilitätspreis 2020 in der Steiermark und sehe aufgrund der vielen eingereichten Projekten ein großes Entwicklungspotenzial um die Mobilität der Zukunft weiter voranzutreiben. Wir sind es den nächsten Generationen schuldig, mit aller Kraft weiter an der Verkehrswende zu arbeiten. Dass wir das können, zeigt sich jeden Tag. Schon heute spart der ÖBB Personenverkehr Steiermark gegenüber dem Individualverkehr jährlich rund 67.000 Tonnen CO2 ein - und ist somit eines der größten Klimaschutzunternehmen im Bundesland."

Gredlbauer on Tour als vorbildliches Projekt ausgezeichnet
„Bio-Lebensmittel sind gut. Bio-Einkäufe mit Lastenrad zugestellt bekommen, ist noch besser", stellt VCÖ-Experte Schwendinger zum Projekt „Gredlbauer on Tour" fest. Der Grazer Betrieb stellt Bio-Lebensmittel von sieben landwirtschaftlichen Betrieben aus Graz und Umgebung mit dem Lastenrad zu. Der Fuhrpark von Gredlbauer umfasst ein großes Transport-Fahrrad mit einer Nutzlast von 350 Kilogramm und ein kleineres Lastenrad mit Anhänger. Seit dem Juni 2019 ist Gredlbauer „on Tour" unterwegs und hat bereits rund 3000 Kilometer zurückgelegt. 70 Kundinnen und Kunden werden pro Woche mit regionalen biologischen Lebensmitteln beliefert. Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt nahm Firmenchef Ferdinand Köberl entgegen.

Erstes österreichisches Radschnellnetz im Großraum Graz ausgezeichnet
Nicht in Linz, sondern in Graz beginnt's. Im Kernballungsraum Graz wird Österreichs erstes Radschnellnetz entstehen. Damit sollen die Umlandgemeinden an die Landeshauptstadt optimal angebunden werden. Das Potenzial für den Radverkehr ist enorm groß: Vier von zehn Autofahrten sind kürzer als fünf Kilometer, sechs von zehn kürzer als zehn Kilometer. Im Grazer Stadtgebiet werden von der Grazer Wohnbevölkerung täglich 370.000 Autofahrten gemacht. Insgesamt soll das Radschnellnetz eine Länge von 100 Kilometer haben, das im Jahr 2030 fertig gestellt wird. Das Potenzial, dass nach Fertigstellung im Raum Graz 40 Prozent mit dem Fahrrad zur Arbeit pendeln, ist vorhanden. „Die Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass Radschnellwege viele zum Umstieg vom Auto auf das Fahrrad bewegen. Viele Autofahrer sind auch Radfahrer, sowohl das Fahrrad als auch der Pkw sind Individualverkehrsmittel. Und der große Vorteil beim Radfahren: Man steht nicht im Stau", betont VCÖ-Experte Schwendinger. Die Auszeichnung als vorbildliches Projekt nahm der Projektleiter Fritz Bernhard entgegen.

Die VCÖ-Website Externe Verknüpfung www.vcoe.at bietet nähere Informationen zum Mobilitätspreis und es sind bereits mehr als 3000 vorbildliche Projekte in einer Online-Datenbank zusammengefasst.

Die Gewinner vom VCÖ-Mobilitätspreis Steiermark
Jahr 2020: Multimodaler Knoten Trofaiach, Gredlbauer on Tour, Erstes österreichisches Radschnellnetz
Jahr 2019: City Walk Weiz, Mobilitätsmanagement Med Uni Graz, Wenzel Logistics, Bike Citizens
Jahr 2018: Mobilitätsmanagement der Knapp AG, Fahrradstraße Bad Radkersburg, Carsharing und Mikro-ÖV Gratwein-Straßengel
Jahr 2017: eautoteilen im Vulkanland, rund um mobil Semriach, Velofood Lieferservice
Jahr 2016: Jobticket der Holding Graz und „Weiz Bike" der Stadtgemeinde Weiz
Jahr 2015: Energie Steiermark „Mit E-Bike zur S-Bahn" und Lastenrad Graz
Jahr 2014: Stadtgemeinde Leibnitz
Jahr 2013: Autofasten PLUS (Umweltbeauftragte der katholischen und evangelischen Kirche)
Jahr 2012: Mobilitätskonzept der TU Graz
Jahr 2011: Stadt Graz Verkehrskonzept LKH-Quadrant Graz
Jahr 2010: energie_rad_region Weiz-Gleisdorf
Jahr 2009: Ennstal Neue Heimat Wohnbauhilfe
Jahr 2008: Hauptschule Feldkirchen
Jahr 2007: Obersteirertakt
Jahr 2006: Stadt Knittelfeld und „Xeismobil"
Jahr 2005: Modellschule Graz

8. September 2020

War diese Information für Sie nützlich?

Danke für Ihre Bewertung. Jeder Beitrag kann nur einmal bewertet werden.

Die durchschnittliche Bewertung dieses Beitrages liegt bei ( Bewertungen).