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16 neue Amphibientunnel im Zuge der Sanierung

Jede Menge Freiwillige helfen Jahr für Jahr den Amphibien über die Straße. © A16
Jede Menge Freiwillige helfen Jahr für Jahr den Amphibien über die Straße.
© A16
LR Kurzmann (l.) im Gespräch mit Vasold. © A16
LR Kurzmann (l.) im Gespräch mit Vasold.
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Projektleiter Lanner informierte über den Bau. © A16
Projektleiter Lanner informierte über den Bau.
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16 Amphibientunnel wurden an der B146 errichtet. © A16
16 Amphibientunnel wurden an der B146 errichtet.
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Auf der B146, der Gesäusestraße sind die Fräsmaschinen aufgefahren. Ab dem Kreisverkehr „Liezen Ost" werden Richtung Autobahnanschluss Ardning knapp über zwei zweieinhalb Kilometer saniert. „Nachdem ich ja auch für den Naturschutz zuständig bin, freut es mich besonders, dass im Zuge dieser Sanierung zusätzlich 16 neue Amphibientunnel errichtet werden. Sofern die örtlichen Voraussetzungen wie Dammlage der Straße für die Errichtung fixer Leiteinrichtungen und Tunnel für Kröten, Frösche, Molche oder Salamander gegeben sind, wollen wir im Zuge von Sanierungen bei ausgewiesenen Amphibienwanderstrecken vermehrt derartige Anlagen errichten", so Verkehrslandesrat Dr. Gerhard Kurzmann, der sich auf Einladung der Baubezirksleitung Liezen unter Chef DI Wolfgang Pölzl unter anderen mit Vertretern des Naturschutzbundes, der Berg- und Naturwacht und Ziviltechnikerbüros zu einem Gedankenaustausch traf.
Bevor also mit der tatsächlichen Fahrbahnsanierung begonnen wurde, wurden bereits 16 Durchlässe unter der B146 errichtet. „Je nach Witterung aber ungefähr zwischen Ende Februar und Ende April erfolgen die alljährlichen Massenwanderungen zu den Laichplätzen. Und damit diese Wanderung möglichst viele überleben, sammeln unzählige Freiwillige die Kröten ein und tragen sie in geeigneten Behältern über die Straße. Durch fixe Leiteinrichtungen fällt diese mühsame Arbeit weg", weiß Ing. Wolfgang Lanner von der A16, der das Amphibienprojekt leitet.
Der Liezener Thomas Vasold von der steiermärkischen Berg- und Naturwacht, Ortsstelle Liezen kennt die Situation gerade im Reithal besonders gut: „Mittlerweile bin ich gemeinsam mit vielen Helfern seit 1991 an der B146 im Einsatz. Der Abschnitt wurde jährlich über rund acht Wochen täglich betreut, wobei zwischen 4.000 und 8.000 Amphibien pro Jahr gesammelt wurden."
Im Zuge der Fahrbahnsanierung von km 68,940 bis km 71,500 werden die Asphaltschichten im Mittel ca. dreizehn Zentimeter abgefräst und neue aufgebracht. Projektleiter Hannes Pichler von der A16: „Läuft alles nach Plan sollten wir bis Ostern, sprich bis spätestens 18. April fertig sein. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 1,7 Millionen Euro."
Bis zur Fertigstellung kommt es zu wechselweisen Anhaltungen, der Verkehr wird mittels Ampeln bzw. händisch geregelt.

24. März 2014

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