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Temporeduzierung in Gleinstätten durch Shared Space

Geschwindigkeitsentwicklung vor der Raiffeisenbank  © KfV
Geschwindigkeitsentwicklung vor der Raiffeisenbank
© KfV
Geschwindigkeitsentwicklung vor der Schule. © KfV
Geschwindigkeitsentwicklung vor der Schule.
© KfV

Nach der offiziellen Verkehrsfreigabe des österreichweit ersten, umgesetzten Shared Space-Projektes am 12. September 2010 in Gleinstätten ist nicht nur das mediale Interesse nach wie vor enorm, es gibt auch schon erste Untersuchungsergebnisse.
So führte das Kuratorium für Verkehrssicherheit (KfV) Geschwindigkeitsmessungen durch und das Ergebnis erfüllt alle Erwartungen. Denn ein "Vorher-Nachher"-Vergleich zeigt, dass durch den Ort deutlich langsamer gefahren wird, dass das aktuelle Geschwindigkeitsniveau dem einer 30er-Zone entspricht (siehe auch Grafiken). Weiters höchst erfreulich: Seit Einführung kam es noch zu keinem Unfall (Stand 15. Oktober 2010).

Das Konzept Shared Space

Shared Space ist ein neues Konzept zur umfassenden Gestaltung des öffentlichen Raumes. Straßen, Wege und Plätze werden als Lebensraum erfasst, der von allen Mitgliedern der Gesellschaft geteilt und gemeinsam genutzt wird. Dieser Lebensraum soll so eingerichtet und gestaltet werden, dass er zu einem Ort der menschlichen Begegnung, der Kommunikation und des sozialen Umgangs wird. Dieser Raum wird nicht durch Ampeln, Verkehrsschilder, Fußgängerinseln und andere Barrieren organisiert, sondern durch die Möglichkeit der Verständigung aller Verkehrsteilnehmer - seien sie Autofahrer oder Passanten, Radler oder Flaneure, spielende Kinder oder stille Beobachter. Die Verkehrsteilnehmer werden nicht voneinander getrennt, sondern teilen sich den Straßenraum im Sinne des verantwortungsbewussten Miteinanders. Auch Autofahrer müssen sich in das menschliche Miteinander von Fußgängern, Radfahrern und spielenden Kindern einfügen.
Das Konzept Shared Space wurde in Holland von Hans Mondermann und dem Keuning-Institut (Groningen) entwickelt und mit überwältigendem Erfolg umgesetzt. So sind alle 107 „Shared Spaces" frei von schweren Unfällen. Die Stärkung des gesellschaftlichen Lebens im öffentlichen Raum und die neue Balance zwischen Menschen- und Verkehrsraum bewirkt eine signifikante Verbesserung im Bereich der Verkehrssicherheit. Nach einer Fachexkursion zu Shared Space-Projekten in Holland, an der neben Verkehrslandesrätin Mag. Kristina Edlinger-Ploder und dem Grazer Stadrat Univ. Doz. DI Dr. Gerhard Rüsch zahlreiche Verkehrssicherheitsexperten aus der Steiermark teilnahmen, wird die Einführung und Etablierung des Konzeptes seit 2007 konsequent betrieben.
Und in Gleinstätten ist nun ersichtlich, dass das Konzept in die Verkehrsplanung des Landes Steiermark Einzug gehalten hat.

 

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