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Umbau des Autobahnknotens Graz Ost

ASFINAG-Vorstand Alois Schedl (l.) und Landesrat Gerhard Kurzmann vor der Grafik des künftigen neuen Knotens Graz-Ost. © steiermark.at
ASFINAG-Vorstand Alois Schedl (l.) und Landesrat Gerhard Kurzmann vor der Grafik des künftigen neuen Knotens Graz-Ost.
© steiermark.at
Der künftige Autobahnknoten Graz-Ost. © ASFINAG
Der künftige Autobahnknoten Graz-Ost.
© ASFINAG

Sechs neue Autobahnrampen, drei neue Brücken, zwei sanierte Brücken - das sind die harmlos klingenden Arbeiten, mit denen nun beim Autobahnkoten Graz-Ost begonnen wurde. Dahinter verbirgt sich allerdings ein gewaltiges, viel umfangreicheres Projekt, das ASFINAG und Land Steiermark in den kommenden Monaten gemeinsam umsetzen - um mehr als 24 Millionen Euro wird der Knoten umgebaut und erweitert.
„Dieser Streckenabschnitt wird dadurch leistungsfähiger und für unsere Kunden auch komfortabler. Vor allem der Ausbau zu einem Vollanschluss und die Anbindung in Richtung Süden erspart den Verkehrsteilnehmern künftig die bisher erforderlichen, mühsamen Umwege", beschreibt ASFINAG-Vorstand Alois Schedl den großen Nutzen für die Autofahrer. Landesrat Gerhard Kurzmann: „Das Projekt Knoten Graz-Ost ist nicht nur für Graz, sondern auch für die Gemeinden südlich von Graz von großer Wichtigkeit und Notwendigkeit. Derzeit führt das sehr hohe Verkehrsaufkommen auf der Kirchbacher Straße zu einer enormen Belastung der dortigen Bevölkerung, durch einen direkten Anschluss an die Autobahn A2 kann die Bevölkerung vom Verkehr, dem Lärm und den Emissionen entlastet werden."

Logistische Herausforderung bei Operation am offenen Herzen
Die Arbeiten haben bereits am Montag mitten im Knoten begonnen. Bis zum Jahresende werden in diesem Bereich so genannte Vorlastschüttungen vorgenommen, um den Untergrund für die Errichtung der Autobahnrampen vorzubereiten. Der schwierigste Teil des Um- und Ausbaus startet dann im Februar 2013. Das Autobahnteilstück zwischen Graz-West und Graz-Ost ist das am stärksten befahrene der steirischen Süd Autobahn. Täglich passieren diesen Teil im Schnitt 75.000 Fahrzeuge, an Freitagen steigt diese Zahl auf mehr als 80.000 an. „Jeder bauliche Eingriff ist daher eine logistische Herausforderung, weil der Verkehr dennoch ausreichend Platz bekommen muss", bestätigt ASFINAG-Vorstand Alois Schedl - in diesem Fall bleiben für den Verkehr in Richtung Wien immer drei Spuren zur Verfügung, so wie auch bisher. In Richtung Graz-West bleiben zwei Fahrspuren (statt normalerweise drei). Ähnliches gilt für das Landesprojekt, das mit Gesamtkosten von neun Millionen Euro zu Buche schlägt. Landesrat Kurzmann: „Mit großen Behinderungen im Verkehr rechnen wir während der gesamten Bauzeit nicht."

Das ASFINAG-Projekt im Detail:
1. Vom Murpark kommend gibt es künftig ab der Autobahnauffahrt Puchwerk drei Spuren: eine in Richtung Graz-West/Klagenfurt, eine in Richtung Wien und eine neu unter der Autobahn durch zum neuen Kreisverkehr Hausmannstätten/Grambach.
2. Von Wien kommend wird bei der bisherigen Abfahrt in Richtung Graz-Liebenau eine zweite Spur errichtet, die in einer Linkskurve ebenfalls zum Kreisverkehr Hausmannstätten/Grambach führt.
3. Von Graz-West kommend wird eine neue Abfahrt zum, Kreisverkehr Hausmannstät-ten/Grambach errichtet - also noch vor dem Knoten Ost.
4. Von diesem Kreisverkehr im Süden wiederum wird eine Auffahrt in Richtung Wien sowie Richtung Klagenfurt errichtet.
5. Im derzeitigen Kreis der Abfahrt Graz-Ost teilt sich die bisherige Abfahrt als „Bypass", um den Schwerverkehr vom Pkw-Verkehr in Richtung Graz-Liebenau zu entflechten. Diese neue Rampe führt direkter und damit sicherer zur Abfahrt Puchwerk/Magna.

Das Landes-Projekt im Detail:
1. Errichtung der Spange West von der B 73 Kirchbacher Bundestraße (Thondorf) zum neuen Kreisverkehr Raababach, der 290 Meter südlich des bestehenden Knotens Graz-Ost als dreiarmiger Kreisverkehr mit einem Durchmesser von 60 Metern gebaut wird.
2. Errichtung der Spange Ost als Verbindung vom Kreisverkehr Raababach hin zur L 370, wo der Kreisverkehr Grambach (Durchmesser 36 Meter, vierarmig) gebaut wird.
3. Beleuchtung der neuen Kreisverkehre sowie der Kreuzung mit der B 73

Vollanschluss ist im Herbst 2013 fertig
Durch diese Maßnahmen wird der Knoten Graz-Ost zu einem Vollanschluss. Aus jeder Richtung ist dann künftig die Auf- und Abfahrt auf die Autobahn möglich. Die Umgehungsverkehre und die Staus auf der Autobahn vor allem in der Frühspitze werden mit Gesamtfertigstellung des Projekts im November 2013 der Vergangenheit angehören. Durch die beiden Spangen von der B 73 bis zur L 370 werden die südlichen Siedlungsgebiete Thondorf und Graz-Liebenau beziehungsweise Grambach und Raaba vom Durchzugsverkehr deutlich entlastet.

Zahlen/Daten/Fakten ASFINAG-Projekt:
Neubau von drei Brücken
Sanierung von zwei bestehenden Brücken
Errichtung von sechs neuen Rampen mit 25.000 Quadratmeter Straßenfläche
Baulos-Länge zwischen Graz-Ost und Feldkirchen insgesamt 1,5 Kilometer
Immer fünf Fahrspuren während der gesamten Bauzeit (drei davon Richtung Wien)
12 Monate Bauzeit netto
4700 Quadratmeter neue Lärmschutzwände
1500 Quadratmeter Instandsetzung bestehender Lärmschutzwände
Gesamtbaukosten 15,6 Millionen Euro


Zahlen/Daten/Fakten Landes-Projekt:
Errichtung der Spangen West und Ost als Verbindung der B 73 (bei Thondorf) mit der L 370 (Raaba/Grambach)
Errichtung Kreisverkehre Grambach sowie Raababach (Durchmesser 60 Meter) als Anschluss an den Knoten Graz-Ost
Bauzeit netto 11 Monate
Gesamtbaukosten etwa 9 Millionen Euro

Walter Močnik
Marketing und Kommunikation
Pressesprecher Steiermark, Kärnten und Oberösterreich
AUTOBAHNEN- UND SCHNELLSTRASSEN-
FINANZIERUNGS-AKTIENGESELLSCHAFT
TEL +43 (0) 50108-13827, MOBIL +43 (0) 664 60108-13827
walter.mocnik@asfinag.at
www.asfinag.at
 

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21. September 2012