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Das S-Bahn-Projekt

Die S-Bahn Steiermark ist das wichtigste Nahverkehrsprojekt in der Steiermark.

Seit Mitte der 1990er Jahre hat es Überlegungen zu einer S-Bahn gegeben, die ersten Maßnahmen sind 1998 im Vorgängerprojekt „Steirertakt" mit der Bestellung einiger zusätzlicher Züge gesetzt worden. Die Inbetriebnahme im Grazer Zentralraum ist schließlich am 9. Dezember 2007 erfolgt, die Fertigstellung soll gleichzeitig mit der Fertigstellung und der Inbetriebnahme des Koralmtunnels erfolgen.

Weitere Erweiterungsschritte waren 2010 die Integration der Steirischen Ostbahn als S3 Fehring - Graz sowie der Koralmbahn als S6 Wies-Eibiswald - Graz über Hengsberg. Seit Dezember 2016 ist die S-Bahn um die Strecken S8 Bruck/Mur - Unzmarkt sowie S9 Bruck/Mur - Mürzzuschlag auch in der Obersteiermark präsent.

Die S-Bahn Steiermark wird als wirksame Alternative der jetzigen Verkehrspolitik zu Feinstaub und CO2, Umweltzerstörung und Klimaschutz, Verkehrsüberlastung und Parkplatzproblematik gesehen. Entsprechend wird die nachhaltige Weiterentwicklung forciert. So bringt der Fahrplan 2020 mit 42 Zugsverbindungen den größten Erweiterungsschritt seit S-Bahn-Start 2007.

Die Entwicklung der weiter boomenden S-Bahn zeigt deutlich die Herausforderungen der derzeitigen Verkehrsplanung. Im Großraum Graz mit ständig steigenden Bevölkerungs- und Pendlerzahlen müssen die künftigen Investitionen neben dem Bereitstellen von ausreichend Sitzplatzangebot in den Verkehrsmitteln selbst vor allem auch der Schaffung von mehr Kapazitäten im Umfeld von Bahn und Bus in Betracht ziehen.

Neben dem zweifellos notwendigen weiteren Ausbau der Park+Ride-Anlagen bedarf es Anstrengungen auch bei der Verknüpfung von Rad+Bahn (Radwege zu den Bahnhöfen, Abstellanlagen).
Ebenso müssen flexible Zubringersysteme (im klassischen Linienverkehr oder auch die teilweise bereits realisierten Mikro-ÖV-Lösungen) weiter forciert werden, so dass Bahnhöfe und Haltestellen auch tat-sächlich regionale (multimodale) Knotenpunkte werden. Und auch in Graz bedarf es weiterer Maßnahmen, um die Mengen an S-Bahn-Fahrgästen rasch und pünktlich in der Stadt weiterzubefördern.

Neben Fahrplan und Infrastruktur sind selbstverständlich auch die Bemühungen in den Bereichen Marketing und Kommunikation fortzusetzen. Als hervorragendes Einstiegsmittel, um die steirischen Öffis einmal auszuprobieren hat sich dabei der Freizeitverkehr entwickelt. Mit dem Freizeit-Ticket als TOP-Angebot und auch einigen neuen Linienangeboten (z.B. der neue Takt im Ennstal oder der RegioBus auf den Schöckl) kann man vielen Steirerinnen und Steirern die Öffi-Nutzung zum Ausprobieren näherbringen.

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Bilanz 2019: Plus 20.000 Einsteiger pro Tag

Bei den aktuellen Zählungen ist ein Fahrgastplus im Vergleich zurzeit vor der S-Bahn von 58% verzeichnet worden! Das sind pro Tag fast 20.000 Einsteigerinnen und Einsteiger mehr als noch vor dem Start der S-Bahn Steiermark. Alleine im letzten Jahr sind rund 1.400 Kundinnen und Kunden neu zur S-Bahn gekommen (plus 3%). Somit hat man einen 2019 neuen Rekord der Frequenzzahlen von über 54.000 Passagieren pro Tag erreichen können.

Alle S-Bahn-Passagiere sparen im Jahr rund 50.000 t CO2, 133 t NOx oder 8,26 t Feinstaub. Damit ist die S-Bahn eines der größten Klimaschutz- und Luftreinhaltungsprojekte der Steiermark.

Die tägliche S-Bahnverkehr © Verbund Linie
Die tägliche S-Bahnverkehr
© Verbund Linie
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