Premiere: Mit STEDIS in die heurige Wintersaison

Planung, Steuerung und Dokumentation des Winterdienstes läuft nun digitalisiert

LH-Stv. Anton Lang (l.) und STED-Chef Franz Zenz sind von STEDIS überzeugt.
LH-Stv. Anton Lang (l.) und STED-Chef Franz Zenz sind von STEDIS überzeugt. © STED/Bektas
Die STEDIS-App erleichtert den Fahrern die Meldung über Fahrbahnzustand und Wetter.
Die STEDIS-App erleichtert den Fahrern die Meldung über Fahrbahnzustand und Wetter.© STED/Bektas

Speziell für die höher gelegenen Passstraßen in der Obersteiermark ist nun zumindest ein wenig Schneefall prognostiziert. Damit startet für den Straßenerhaltungsdienst eine besonders spannende Wintersaison.

„STEDIS ist ein zukunftsweisendes Digitalisierungsprojekt des STED, das diesen Winter Premiere feiert. In den letzten Monaten wurden in den rund 220 Winterdienstfahrzeugen Telematik-Geräte eingebaut und verkabelt. Damit werden über ein GPS-Modul Positionsdaten verarbeitet und Betriebsdaten der Fahrzeuge und Geräte wie Streuer, Pflüge oder Temperatur-Sensoren erfasst, gespeichert und an einen Zentralserver übertragen. Mit diesem umfangreichen IT-System ist es nun möglich, den Winterdienst auf den steirischen Landesstraßen digital zu planen, zu steuern und zu dokumentieren", ist Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang auf den „Premieren-Winter" schon gespannt.

Die Einsatzfahrer können darüber hinaus via Smartphone-App zusätzlich relevante Informationen abrufen oder eingeben. Das Herzstück stellt eine webbasierte Software dar, mit der im Vorfeld von den Straßenmeistern die Räum- und Streupläne erstellt und die laufenden Einsätze gesteuert werden können. Auf einer Einsatz-Lagekarte sind die Standorte der Fahrzeuge und deren aktuelle beziehungsweise abgeschlossene Tätigkeit ersichtlich, wodurch es jederzeit möglich ist, auf allenfalls auftretende Probleme zu reagieren und einzugreifen.

„Mir geht es vor allem darum, den Einsatz modernster Instrumente zu nutzen, um in der täglichen Arbeit noch besser zu werden. Abgesehen vom topaktuellen Überblick über den laufenden Winterdiensteinsatz erwarte ich mir vor allem aus den gewonnenen Daten auch entsprechende Erkenntnisse, um die Effektivität und die Effizienz des Winterdienstes zum Beispiel bei der Optimierung der Routen oder des Streumitteleinsatzes zu steigern. Damit werden wir auch die Verkehrssicherheit noch einmal heben können", zeigt sich der Initiator, STED-Chef Franz Zenz, überzeugt vom Erfolg dieses Projektes.

Vom STED werden für gut 5.000 km Landesstraßen also rund 220 Winterdienstfahrzeuge, die mit Schneepflügen und Streugeräten ausgestattet sind, in Bereitschaft gehalten. Über die gesamte Steiermark verteilt sind ca. 30.000 Tonnen Streusalz auf Lager. „Würde man alle Schneepflüge nebeneinander aufstellen, würde sich eine Gesamträumbreite von ca. 700 Metern ergeben. Und würde man alle Streugeräte auf einmal füllen, wären das über 800 Tonnen Salz. Diese Menge entspricht in etwa neun Millionen herkömmlicher Salzstreuer, die man in der Küche verwendet", veranschaulicht Winterdienst-Koordinator Gerhard Fürböck die beeindruckenden Zahlen.

Größtenteils wird der Winterdienst von den 26 Straßenmeistereien aus durchgeführt. Mit den aufgrund von großen Entfernungen notwendigen Stützpunkten und den zur Streumittelnachladung notwendigen Silos gibt es in Summe 82 Standorte.

18. November 2022

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