Schienennetz Steiermark
Das gesamte steirische Schienennetz (Grafik unten) besteht derzeit aus rund 1.000 Kilometer Eisenbahnstrecken. Das für den allgemeinen Personen- bzw. Güterverkehr zugängliche und in Betrieb stehende Eisenbahnnetz umfasst das Netz der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit ca. 550 km auf Hauptbahnen bzw. ca. 230 km auf Nebenbahnen. Die Strecken der Steiermärkischen Landesbahnen (StLB) umfassen insgesamt ca. 100 km, der steirische Anteil der Mariazellerbahn beträgt ca. 5 km.
Der Rest entfällt auf Anschlussbahnen mit privatem Güterverkehr und stillgelegten Eisenbahnstrecken, auf denen zum Teil noch Ausflugsfahrten, Nostalgiefahrten usw. von privaten Vereinen durchgeführt werden.
Der Großteil des Hauptbahnnetzes der ÖBB ist Bestandteil des gesamtösterreichischen Eisenbahn-Hochleistungsstreckennetzes (HL-Netz) und des Transeuropäischen Eisenbahnnetzes
(TEN) bzw. Teil der Europäischen Verkehrskorridore (ETC) sowie diverser internationaler Abkommen über schnellen Personenverkehr (AGC) oder kombinierten Güterverkehr
(AGTC, RailFreightCorridors RFC).
Diese TEN-T Netzteile entsprechen den steirischen Hauptrouten
- ETC Ostsee-Adria: Richtung Klagenfurt - Koralmbahn - Graz - Bruck/Mur - Mürzzuschlag - Richtung Wien bzw. Graz - Leibnitz - Richtung Maribor
- ETC Westbalkan-Ostmittelmeer: Richtung Linz - Pyhrnstrecke - Selzthal - Leoben - Bruck/Mur - Graz - Leibnitz - Richtung Maribor
- ETC Ostsee-Adria, nur Güterverkehr: Bruck/Mur - Unzmarkt - Richtung Klagenfurt
- TEN-T Grundnetz:
- Ennstalstrecke (Selzthal - Liezen - Schladming - Richtung Bischofshofen)
- Steirische Ostbahn (Graz - Gleisdorf - Fehring - Richtung Szentgotthard)
Der Zustand der steirischen Eisenbahnstrecken ist durchaus gut, jedoch zum Großteil in jener Lage, in der die Eisenbahnstrecke vor über 100 Jahren errichtet wurden. Um den Qualitätskriterien von internationalen Hochleistungsstrecken und damit den Anforderungen eines qualitativ hochwertigen Personen- und Güterverkehrs gerecht zu werden, gibt es zahlreiche Projekte (Grafik unten), die im steirischen Eisenbahnnetz umgesetzt werden und in Zukunft umgesetzt werden sollen.
Insbesondere das hochrangige Schienennetz der Steiermark, das im transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-T) verankert ist, trägt wesentlich zur Weiterentwicklung und Stärkung des Binnenmarktes bei und bedarf einer weiteren Entwicklung. Die Positionierung des Steirischen Zentralraums als Verkehrsdrehscheibe im internationalen, nationalen und regionalen Schienennetz ist erklärtes Ziel der steirischen Wirtschafts- und Verkehrspolitik.
Zur Verbesserung von bestehenden oder die Entwicklung von neuen Infrastrukturen und Services für Schienengüterverkehr ist die Abteilung 16, Verkehr und Landeshochbau, im
EU-Projekt REIF eine Projektpartnerschaft eingegangen, um die regionale Schieneninfrastruktur zu stärken und für Gütertransport fit zu machen. Hauptergebnis des EU-Projektes war der
Masterplan Güterverkehr Steiermark, der im Jahr 2022 veröffentlicht wurde.
Jedoch nur eine mittel- bis langfristige Weiterentwicklung der steirischen Eisenbahninfrastruktur- insbesondere jene Abschnitte, die Teil der transeuropäischen Verkehrsnetze (TEN-T) sind, sichert den Wirtschaftsstandort und eine klimaverträgliche Mobilität für Personen und Güter. Um dieses Ziel zu erreichen, haben sich die steirischen Sozialpartner mit dem Land Steiermark in der
Infrastrukturinitiative Steiermark zusammengefunden.
Ansprechperson:
Nagelschmied Alfred, Dipl.-Ing.
| EMail: | alfred.nagelschmied@stmk.gv.at | |
| Telefon: | +43 (316) 877-4548 | |
| Fax: | +43 (316) 877-2131 |







»