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In drei Monaten `Freie Fahrt´ durch Tunnel Voitsberg

In Summe wurden 70 Kilometer Kabel verlegt. © A16
In Summe wurden 70 Kilometer Kabel verlegt.
© A16

Mit 20. März 2018 wurde im Zuge der Sanierung der Unterflurtrasse Voitsberg die erste, halbseitige Sperre aktiv. Und nachdem die baulichen Arbeiten bis auf Restarbeiten in den Wannenendbereichen mehr oder weniger abgeschlossen sind, folgen jetzt in den nächsten drei Monaten noch jede Menge technische Tests. Landesverkehrsreferent LH-Stv. Anton Lang: „Aus heutiger Sicht ist die Verkehrsfreigabe des dann topsanierten Tunnels Mitte Mai vorgesehen. Doch bis dahin sind zwischen 20. und 24. April und 4. und 8. Mai für gesetzlich vorgeschriebene technische Abnahmen, zahlreiche Messungen, die Inbetriebnahme und den Probebetrieb noch zwei Totalsperren notwendig. Denn das oberste Gebot bei der Anlagenerrichtung ist größtmögliche Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer."

Besonders diese zwei Wochen haben es in sich, da wird die Technik auf „Herz und Nieren" geprüft. „Darunter fallen zum Beispiel die Längsströmungsmessgeräte, die wichtigste Führungsgröße im Brandfall. Oder der Videotest der zehn Kameras, die ja Ereignisse wie Stau, GeisterfahrerInnen oder Verlust von Ladegut melden. Dann muss getestet werden, ob die Informationen der 3.000 Datenpunkte im Tunnel auch korrekt in die Überwachungszentrale nach Hausmannstätten übermittelt werden. Und immer spektakulär ist natürlich der Brandversuch", beschreibt Technikverantwortlicher Wolfgang Göbl von der A16, Verkehr und Landeshochbau, einen Bruchteil der noch zu erledigenden Arbeiten, die nur im Zuge einer Tunnel-Tortalsperre erledigt werden können.

Insgesamt wurden 70 Kilometer Energie-, Schwachstrom- und Lichtwellenleiterkabel sowie Steuerleitungen installiert und verlegt, um alle Anlagen und Komponenten mit Energie und Daten versorgen zu können. Um Beleuchtung, Funk- und Brandmeldekabel sowie die zehn Strahlventilatoren befestigen zu können, wurden 5.000 Bohrungen an der Tunneldecke vorgenommen. Die Tunnelausrüstung inklusive des umgebauten Betriebsgebäudes werden dann künftig für einen reibungslosen und sicheren Verkehrsfluss sorgen.

Auch wenn es dann ab Mitte Mai ohne Behinderungen durch den „neuen" Tunnel geht, ist das 19 Millionen-Euro-Projekt nicht zur Gänze abgeschlossen. „Letzten Sommer wurden ja bereits die Krems-, die Kainach- und Feldwegbrücke saniert. Nach der Verkehrsfreigabe sanieren wir dann noch die Greißenegger- und die Arnsteinbrücke, die sich beide auf der Umleitungsstrecke befinden", schließt Projektleiter Jakob Kogler-Sobl von der Landesverkehrsabteilung.

25. Februar 2020

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