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"Duell" in Hartberg: Fahrrad versus Auto

Fahrradfahren in Hartberg geht flotter als gedacht. © Stadtgemeinde Hartberg
Fahrradfahren in Hartberg geht flotter als gedacht.
© Stadtgemeinde Hartberg

Mit dem Fahrrad ist man in Hartberg flotter als gedacht unterwegs. Das zeigte eindrucksvoll das Hartberger Verkehrsmittel-Experiment zwischen Fahrrad und Auto im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche. Für fünf vordefinierte Strecken traten dabei jeweils Auto gegen Fahrrad an. Das Fahrrad ging nicht nur aufgrund der Zeit als Sieger hervor, sondern auch hinsichtlich Kosten, Umweltbelastung und Gesundheit.

Dem Vorurteil, dass man mit dem Fahrrad viel länger braucht als mit dem Auto, wurde in Hartberg auf den Zahn gefühlt: Fünf Teams zu je einem Alltagsradler und einem Autofahrer traten zum Vergleich an. Ziel war es, zu vergleichen, wer vom Startpunkt zuhause zu einem bestimmten Zielpunkt länger braucht. Untersucht wurde auch, wie groß der Zeitunterschied tatsächlich ist. Organisiert wurde die Vergleichsfahrt von der Klima- und Energie Modellregion Hartberg und dem Klimabündnis Steiermark im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche.

Drei der fünf Fahrten waren jeweils mit dem Fahrrad schneller bewältigbar. Bei den Strecken Angersiedlung zum Bauernmarkt und Schildbach zum Hatric hatten die Autofahrer knapp die Nase vorne.

Generell ist die Fahrzeit im Einzugsgebiet von drei Kilometern in und um Hartberg sehr kurz. Die durchschnittliche Fahrtdauer betrug neun Minuten. Bemerkenswerterweise ist der Unterschied zwischen den beiden Verkehrsmitteln auch vom entferntesten Punkt Penzendorf bis in das Zentrum von Hartberg mit einer Sekunde nur sehr gering. Über die Summe aller fünf Teams beträgt der durchschnittliche zeitliche Unterschied nur 77 Sekunden bzw. 3%. 

„Ich bin überrascht. Der zeitliche Unterschied ist eigentlich vernachlässigbar. Ob man mit dem Auto fährt oder gleich zum umweltfreundlichen Fahrrad greift, wirkt sich in der Dauer nur gering aus", zeigt sich Friedrich Hofer, Geschäftsführer vom Klimabündnis Steiermark, vom Ergebnis überrascht.

„Im landläufigen Verständnis denkt man sich, mit dem Fahrrad braucht man viel länger. Für mich hat sich unsere Theorie bestätigt. Mit dem Fahrrad ist man flotter als gedacht", bekräftigt Bürgermeister Marcus Martschitsch das Ergebnis des Experiments. 

Neben kurzen Fahrtzeiten bringt Alltags-Radfahren noch viele weitere Vorteile. Man erspart sich die Treibstoffkosten und schont auch die Umwelt. „Nicht zu unterschätzen ist der gesundheitliche Faktor. Alltägliches Radfahren hält fit und beweglich", streicht Anton Schuller, Radverkehrskoordinator, einen weiteren Vorteil hervor. Natürlich ist Radfahren auch ein sozialer Faktor. Man trifft Menschen auf der Straße und kommt schnell ins Gespräch. Auch die lästige Parkplatzsuche fällt beim Radfahren weg.

Teststrecken:

  • Eggendorf - Modehaus Klampfl FUZO
  • Schildbach - Hatric
  • Penzendorf - Sound and Vision Wienerstraße
  • Neusafenau - Bundesschulzentrum
  • Ostsiedlung - Bauernmarkt

TeilnehmerInnen:

  • Christina Reisinger, Angestellte aus Eggendorf
  • David Gamperl, Redakteur Kleine Zeitung
  • Elisabeth Jöstl, Vizebürgermeisterin Hartberg Umgebung
  • Otto König, Eigentümer Autohaus König
  • Karl Fink, Angestellter aus Penzendorf
  • Matthias Kratzmann, Bürgermeister Greinbach
  • Gabriele Hagen, Lehrerin HLW Hartberg
  • Johann Winkler, Obmann Ausschuss für Umwelt und Energie, Hartberg
  • Gertraud Wieser, Lehrerin MS Gerlitz Hartberg
  • Alfred Mayer, Redakteur Woche

Rückfragehinweis:
Anton Schuller
Stadtgemeinde Hartberg, Referat Umwelt und Energie
Manager der Klima und Energie Modellregion Hartberg
Radverkehrsbeauftragter Bewusstseinsbildung
anton.schuller@hartberg.at
03332/603-175
0664 / 886 586 28

23. September 2020

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