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Cityjet: Neue Maßstäbe im Steirischen Nahverkehr

Ab nächstem Jahr werden Cityjets auch in der Steiermark eingesetzt. © ÖBB
Ab nächstem Jahr werden Cityjets auch in der Steiermark eingesetzt.
© ÖBB
LR Leichtfried (r.) und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Kern. © ÖBB
LR Leichtfried (r.) und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Kern.
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Die neuen S-Bahn- und Regionalzüge der Extraklasse sind da: Ab 13. Dezember werden Fahrgäste im Nah- und Regionalverkehr im Großraum Wien mit den ersten vier rot-weiß roten ÖBB Cityjets fahren können. Die ÖBB haben insgesamt 101 Züge nach einer EU-weiten Ausschreibung im Frühling 2013 bestellt, davon werden im Raum Wien und Niederösterreich 66 Züge unterwegs sein. In der Steiermark und Oberösterreich kommen 35 Züge zum Einsatz. Für Pendler, Schüler, Lehrlinge besonders interessant: Die Cityjets setzen mit ihrem hohen Komfort europaweit neue Maßstäbe. Für diese Verbesserung investieren die ÖBB rund 590 Millionen Euro.
„Gemeinsam mit dem Land Steiermark bringen wir ab dem kommenden Jahr 18 neue Cityjet-Nahverkehrszüge auf Schiene", erklärt Vorstandsvorsitzender Christian Kern von der ÖBB-Holding AG. „Mit diesem Modernisierungsschub für die Steirischen Fahrgäste wollen wir das S-Bahn System weiter attraktivieren, um noch mehr Fahrgäste für die S-Bahn zu begeistern."
„Nach dem weiteren Ausbau des öffentlichen Nahverkehrsnetzes in der Steiermark ist die Bereitstellung von attraktiven und komfortablen Zugsgarnituren die logische Konsequenz", so Landesrat Jörg Leichtfried. „In den modernen und äußerst komfortablen `Cityjets´ wird den steirischen Fahrgästen im Nah- und Regionalverkehr künftig noch mehr Qualität geboten."

ÖBB-Investitionen sichern heimische Arbeitsplätze
Ein guter Teil der Wertschöpfung des 590 Millionen € schweren Großauftrags wird in Österreich erbracht, beispielsweise stammen die Drehgestelle aus dem Siemens Werk in Graz. Außerdem werden heimische Arbeitsplätze abgesichert, in dem rund zwei Drittel der Züge wie schon früher die Railjets und die Taurus-Loks in Österreich endgefertigt werden.

Fahrgäste genießen mehr Komfort denn je
Bei den ÖBB Cityjets handelt es sich um dreiteilige Elektrotriebfahrzeuge, das in der S-Bahn-Version über 244 Sitzplätze und in der Regionalbahnversion über 259 Sitzplätze pro Zug verfügt. Bequeme Niederflureinstiege garantieren einen barrierefreien Zugang ohne Rampen auch für Rollstuhlfahrer und Familien mit Kinderwagen. Großes Augenmerk wird auf den Sitzkomfort gelegt: Fahrgäste entspannen sich in komfortablen, verstellbaren Sitzen mit Armlehnen und Fußstützen, eine auf die Sitzpositionen abgestimmte LED-Beleuchtung und Fahrgastinformation mit Bildschirmen im Wageninneren. Ergänzend verfügt der Zug über Steckdosen, Tische, Leselampen und Fensterrollos. Die S-Bahnen erhalten sechs, die Regionalzüge vier Türen pro Einstiegsseite. Die Cityjets erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Moderne ÖBB - umweltfreundlicher, effizienter Bahnbetrieb
Ein hoher Wirkungsgrad der Antriebsanlage, elektrodynamisches regeneratives Bremsen mit Energierückspeisung, ölfreie Kompressoren sorgen für einen effizienten und ressourcenschonenden Bahnbetrieb. Zusätzlich ist das Fahrzeug im Innen- und Außenbereich mit energieeffizienten LED-Lampen ausgestattet, eine lärmarme Vorheizanlage schützt die Anrainer, wenn der abgestellte Zug in der Nacht für die Fahrgäste aufgewärmt wird. CO2-Fühler stellen den Besetzungsgrad des Fahrzeuges fest und sorgen für eine umweltfreundliche Steuerung der redundanten Klimaanlage, ohne den Fahrgastkomfort zu beeinträchtigen. Die Triebfahrzeugführer werden durch technische Einrichtungen beim Energiesparen im Fahrbetrieb und Abstellbetrieb unterstützt.
Das Gewicht des Cityjet wurde trotz höherem Fahrgastkomfort gegenüber der Bestandsflotte weiter optimiert: Der Cityjet ist im Vergleich zum Talent pro Sitzplatz um 20 Kilogramm pro Sitzplatz leichter. Die ausgereifte Bauweise ermöglicht auch eine kostensparende Instandhaltung, der Cityjet fährt zwischen den planmäßigen Werkstätten-Aufenthalten bis zu viermal weiter als herkömmliche Fahrzeuge.

Flexibel für die Zukunft
Die ÖBB werden ab Dezember 2015 monatlich drei und ab 2017 monatlich bis zu fünf Züge übernehmen und in den Dienst stellen. Im Jänner 2018 soll der vorläufig letzte Zug geliefert werden. Um flexibel mehr Kapazität anbieten zu können, könnten die Züge auch um einen zusätzlichen Wagen verlängern und sie auf Strecken, wo die Bahnsteiglänge dies zulässt, einsetzen.

Konsequente ÖBB Fuhrpark-Modernisierung
Die ÖBB haben in den letzten zehn Jahren über 2 Milliarden Euro in die Erneuerung ihres Fuhrparks investiert. Innerhalb Europas verfügen die ÖBB damit über eine der modernsten Zugflotten. Für den Nah- und Regionalverkehr wurden neue Doppelstockwagen sowie Desiro- und Talent-Züge beschafft. Im Fernverkehr brachte der Einsatz des Railjet einen spürbaren Komfortschub für die Fahrgäste. Nun folgt mit dem Cityjet der nächste Schritt. Die modernen Züge sind maßkonfektioniert für den österreichischen Bahnverkehr und für den Einsatz in den Regionen. Die neuen Züge setzen im europäischen Vergleich neue Standards im Nahverkehr.

Rückfragehinweis
Ing. Christoph Posch
Pressesprecher Steiermark, Kärnten, Osttirol und Südburgenland
ÖBB-Holding AG
Tel.: +43 (0) 664 6170021
E-Mail: christoph.posch@oebb.at, www.oebb.at

3. November 2015

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