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436 Millionen Euro für steirische Bahninfrastruktur

Aich beim Semmering-Basistunnel nehmen 2018 die beiden Tunnelbohrmaschinen ihre Arbeit auf. © ÖBB/Ebner
Aich beim Semmering-Basistunnel nehmen 2018 die beiden Tunnelbohrmaschinen ihre Arbeit auf.
© ÖBB/Ebner

Auch heuer setzen die ÖBB im Auftrag des Infrastrukturministeriums ihre Investitionsoffensive in der Steiermark fort. Nicht weniger als 436 Millionen Euro fließen heuer in den Neu- und Ausbau des Steirischen Schienennetzes. Bis 2022 werden es insgesamt 2,8 Mrd. Euro sein.
Nach den erfolgreich abgeschlossenen Ausbauten des Vorjahres stehen die BahnbauexpertInnen in Startposition, um die Investitionsoffensive in der Steiermark fortzusetzen. Im Auftrag des Infrastrukturministeriums werden heuer zahlreiche Modernisierungsprojekte im Bestandsnetz umgesetzt, die wieder für mehr Komfort und bessere Verbindungen für die Bahnkundinnen und Bahnkunden sorgen. Auch die Koralmbahn strebt ihrer Fertigstellung in riesigen Schritten entgegen. Diese Investitionen zahlen sich aus, denn für jede Million, die in den Neu- und Ausbau von Bahnlinien investiert wird, werden in Summe 16 Arbeitsplätze geschaffen.

Die Koralmbahn, das steirische Jahrhundertprojekt

Seit 2002 ist die neue rund 130 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Graz und Klagenfurt im Bau. Rund 5,4 Mrd. Euro sind für das gesamte Projekt veranschlagt. Bislang wurden schon viele Teilprojekte abgeschlossen. Jetzt fügt sich die neue Eisenbahnmagistrale Stück um Stück wie ein Mosaik zusammen. Mit den Zulaufstrecken, die zeitgleich auf modernsten Stand gebracht werden, wird die Koralmbahn gemeinsam mit dem Semmering-Basistunnel künftig die neue bahntechnische Hauptschlagader von Wien in den Süden und auch umgekehrt sein.
Ein großer Meilenstein wird 2018 im Koralmtunnel erreicht. In der zweiten Jahreshälfte rücken die Steiermark und Kärnten endgültig mit dem ersten Durchschlag (in der Südröhre) zusammen. Die Bauarbeiten am neuen Bahnhof in der Weststeiermark bei Deutschlandsberg und an der freien Strecke zwischen Wettmannstätten und dem Koralmtunnel-Ostportal sind ebenfalls bereits voll im Gange. Außerdem laufen die Bauvorbereitungen für die Aufwertung der Südausfahrt von Graz im Bereich Don Bosco bis Puntigam und dem Abschnitt Feldkirchen - Weitendorf (im Bereich Flughafen Graz) auf Hochtouren.

„Neue Südstrecke"

Bahnhöfe sind zusätzlich zu den modernen S-Bahn Zügen die Visitenkarten und gleichzeitig auch die Eingangsportale zu den einzelnen Städten und Anliegergemeinden. Der Bahnhofsumbau von Frohnleiten ist weit fortgeschritten. Umfangreiche Gleis- und Oberleitungsarbeiten sind bereits abgeschlossen, der neue Kundenbereich mit einem Personendurchgang mit Aufzugsanlagen wird 2018 und 2019 umgesetzt. Nach Abschluss der Bauarbeiten im nächsten Jahr wird Frohnleiten fit für die „Neue Südstrecke" und die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden sein, modern und barrierefrei. Weitere Bahnhofsprojekte zwischen Bruck/Mur und Graz sind in Vorbereitung.
Beim Semmering-Basistunnel nehmen 2018 die beiden Tunnelbohrmaschinen ihre Arbeit vom Fröschnitzgraben - der Mitte des Tunnels - in Richtung Gloggnitz auf. Rund ein Drittel des 27 km langen Tunnels wird im maschinellen Vortrieb gebaut. Nach der Fertigstellung des Tunnels zwischen Gloggnitz und Mürzzuschlag 2026 können Fahrgäste in 1:50 h von Wien nach Graz reisen.
Weitere Bahnhofsumbauten stehen ebenfalls kurz vor dem Start bzw. kurz vor ihrer Fertigstellung. In Langenwang und Scheifling erstrahlen die Bahnhöfe in neuem Glanz und werden heuer fertiggestellt. Ende des Jahres beginnt auch die Modernisierung des Bahnhofs Kapfenberg. Aber nicht nur auf der Südstrecke wird gebaut, sondern auch andernorts, wie zum Beispiel in Fehring und in Lödersdorf auf der Steirischen Ostbahnstrecke. Im Sinne der Verkehrssicherheit werden in Admont 2018/2019 insgesamt 6 Eisenbahnkreuzungen aufgelassen.

Ein besserer Zugang zur S-Bahn bedeutet auch mehr Parkmöglichkeiten

Derzeit betreiben die ÖBB in der Steiermark rund 754 Schienenkilometer. 124 Bahnhöfe und Haltestellen sind mit insgesamt 6.796 PKW- und 5.104 Zweirad-Abstellplätzen ausgestattet. Im heurigen Jahr wollen die ÖBB die Kapazität um rund 150 zusätzliche Stellplätze weiter ausbauen, um für die tausenden täglichen PendlerInnen und SchülerInnen ein noch besseres Angebot zu schaffen.

Ohne Zug- und Mobilfunk geht es heute nicht mehr

Die intensiven Streckenausbauten erfordern natürlich auch die Aufrüstung der bahnspezifischen Funksysteme, um auch neue Zugsicherungssysteme einzuführen. Diese Investition auf priorisierten Bahnstrecken ist eine mit Mehrwert, denn gemeinsam mit dem Verkehrsministerium und den heimischen Mobilfunkanbietern (A1, Drei, T-Mobile) wurde das Ziel gesetzt, die Mobilfunkverbindungen in den Zügen und damit auch die WLAN-Tauglichkeit erheblich zu verbessern. Alleine bei den ÖBB erfolgen in den nächsten Jahren Investitionen in einem Ausmaß von rund 66 Mio. Euro.

Sperren für den Bahnbetrieb wegen Bauarbeiten

Natürlich sorgen die umfassenden Bauarbeiten auch für einzelne Fahrplanabweichungen über die im Vorfeld via Postwurfsendungen und Medieninformationen Auskunft gegeben wird. Einzelne Bauarbeiten erfordern aber große Sperren und einen Schienenersatzverkehr, wie zum Beispiel zwischen Studenzen und Fehring von 30.7. bis 09.09.2018. Bereits jetzt entschuldigen sich die ÖBB für die notwendigen Fahrplanabweichungen.

Rückfragehinweis:

Ing. Christoph Posch
Pressesprecher Steiermark, Kärnten, Osttirol und Südburgenland
ÖBB-Holding AG
Tel.: +43 (0) 664 6170021;
E-Mail: christoph.posch@oebb.at
www.oebb.at

13. März 2018

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